Subbotnik feiert im rot-rot-grünen Thüringen fröhliche Urstände

Waldrodung Thüringen

Nicole Tantz-Anding: Subbotnik feiert im rot-rot-grünen Thüringen fröhliche Urstände

 

Erfurt, 13.08.2019. Thüringens Forstministerin Birgit Keller (Linke) will den Waldumbau weiter vorantreiben und möchte dabei auf die Hilfe von Freiwilligen setzen. Der Deutschen Presse-Agentur sagte sie: „Wenn wir im Herbst mit den ersten Pflanzaktionen beginnen, weil wir Stellen haben, die wir wiederbewalden können, appelliere ich an die Menschen vor Ort, die sich in der Lage sehen zu helfen, der Bitte von Kommunen und Land zu folgen, zu unterstützen.“

Nicole Tantz-Anding, Spitzenkandidatin der Blauen Partei #TeamPetry in Thüringen dazu:

Bezeichnenderweise ist es eine linke Ministerin, die zum Subbotnik aufruft. Deren Aufruf hätte an einer FDJ-Wandzeitung früherer Tage sicher einen Ehrenplatz bekommen. Es gibt nur einen ‚kleinen‘ Unterschied: Thüringen kann vor sprudelnden Steuereinnahmen kaum laufen. Nun auch noch das Ehrenamt für die Beseitigung der Folgen einer verfehlten wirtschaftlichen Struktur im Bereich Forst zu missbrauchen, ist geradezu unverschämt.

Richtig dreist wird es allerdings, wenn die Thüringer vollmundig zu Arbeitseinsätzen in ihrer Freizeit aufgerufen werden, hinter ihrem beim Pflanzen gebückten Rücken aber der Wald gerodet wird, um Windräder anzubauen – allein 83.000 m² bei St. Gangloff in Ostthüringen. Zur Motivation der freiwilligen Helfer kann Birgit Keller ja mal ausrechnen, wie viele Freiwilligen-Stunden notwendig wären, um allein diese Fläche wieder aufzuforsten. Und St. Gangloff ist beileibe nicht der einzige Ort, an dem Wald für den Windwahn in solchen Größenordnungen platt gemacht werden soll.

Es ist an Verlogenheit kaum noch zu überbieten, wie der Bürger, der mit seiner Steuer- und Abgabenbelastung ganz weit vorn im weltweiten Ranking steht, nun auch noch zum Subbotnik aufgefordert wird, um die jahrelange verfehlte wirtschaftliche Ausstattung des ‚Thüringen Forst‘ zu mildern.

Sinnvoll wäre es doch, in einem Unternehmen, welches wirtschaftlich angeschlagen ist, erst einmal einen Betriebs- und Wirtschaftsprüfer den Zustand prüfen zu lassen. Die Frage müsste lauten: Lohnt es sich überhaupt noch, das Unternehmen in der vorhandenen Form fortzuführen oder sollte besser eine andere Struktur gefunden werden?